Frage der Woche: Wie wollen Sie Radeln in Werl stärken?


"WERL SATTELT UM AUF‘S RAD"
Diesem Slogan hat sich die Bürgergemeinschaft Werl (BG Werl) verschrieben und setzt sich voll für eine nachhaltige Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur ein.
Wir fordern mehr und sichere Radwege, beleuchtete Straßen aus den Ortsteilen zu den Schulen, Fahrradstraßen, Abstellanlagen auch mit Lademöglichkeit für e-Bikes, sowie einen Arbeitskreis Rad unter Beteiligung von interessierten Bürgern, der Politik und der Verwaltung mit dem Ziel, 30% Radverkehr zu erreichen.
Damit klimaschädliche Emissionen reduziert werden, müssen die mit Benzin- oder Dieselkraftstoff in der Stadt zurückgelegten Kilometer gesenkt werden. Denn Radfahren ist klimafreundlich und radfahrende Menschen sind nachweislich gesünder. Wir müssen es unseren Bürgern leichter machen, das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Fahrrad zu benutzen. Eine kostengünstige Lösung, um auch ein höherwertiges Rad zu fahren ist das Leasing über den Arbeitgeber. Hier muss mehr Aufklärungsarbeit bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern erfolgen.

Frage der Woche: Was wollen Sie für's Werler Klima tun?


Wir Menschen verbrauchen zu viel Energie, erzeugen ein Übermaß an klimaschädlichen Emissionen und tun nichts, die schädlichen Emissionen aus der Atmosphäre zu beseitigen. In der Folge läuft die Erde seit Jahrzehnten auf eine „Heißzeit“ zu. Eine Klimakatastrophe kann nur noch abgewendet werden, wenn möglichst viele Menschen daran mitwirken. Die BG-Werl bringt sich in den Kampf gegen eine weitere Erderwärmung lokal ein. Die Arbeit muss auf allen Ebenen geführt werden. Wir haben beantragt, Flächen in der Stadt aufzuforsten. Nur 4% der Flächen sind bewaldet, in anderen Städten bis zu 30%. Die Aufklärung der Bürger über das drohende Desaster muss verstärkt werden. Schon junge Menschen sollen an das Problem herangeführt werden, weshalb wir die Anlage eines Schülerwaldes fordern. Wir fordern die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser, die Gewinnung von Biogas aus Klärschlämmen, den Einsatz von Fernwärme. Verfahren zur technischen Eliminierung von schädlichen Klimagasen unterstützen wir. Wir fordern die Verbesserung von Rad- und Busverkehr. Mobilität kann nicht weiter durch mit Benzin und Diesel betriebene Autos stattfinden.

Warum und wie will die BG den Fahrradverkehr in Werl steigern?


Die Stärkung des Radverkehrs ist eine wichtige Maßnahme, um den CO2-Ausstoß zu begrenzen.
Das ist der Hauptgrund für die BG, sich für mehr Fahrradmobilität in Werl einzusetzen. Das geschieht aber nur, wenn gleichzeitig die PKW-Kilometer gesenkt werden. Wir müssen also die Autofahrer durch schnelle, sichere, komfortable Radstrecken überzeugen, ihr Auto häufiger stehen zu lassen, und das auch mental herüberbringen. Mit dem Arbeitskreis "Förderung der Fahrradmobiltät in Werl" , den wir seit 8 Jahren geleitet haben, haben wir in Werl schon einiges bewirkt: Abbau der Barrieren, Einführung der Fahrradstreifen, Fahren auf der Straße, verbesserte Ampelsteuerung, Abstellanlagen am Bahnhof, am Rathaus, in der Fußgängerzone, an der Stadthalle usw.. Lag der Fahrradanteil im Alltag in 2011 noch bei ca. 20% des Verkehrsaufkommens, dürfte er sich heute schon auf 25 % hochbewegt haben. Aber wir können noch mehr tun.
 
 
Die BG
fordert deshalb die Gründung eines aktiven Arbeitskreises  aus Stadt, Rat und Bevölkerung, der Aktionen startet, um mehr Anstösse und Gewohnheit in das Radfahren zu bringen, z.B.

* mit dem Rad zur Arbeit,

* in die Kirche,

* zum Konzert,

* zum Einkaufen,

* mit dem Rad bei Regen, im Winter

* usw..

Die BG hat natürlich weiterhin viele Ideen zur technischen Verbesserungen, die hier aus Platzgründen nicht genannt werden können, aber unten in einem Vortrag zusammengefasst sind, der im Juni im Planungsausschuss gehalten wurde. Innerhalb der Stadt, am Marktplatz, an der Stadthalle, vor den Kirchen usw. müssen viel mehr Fahrradabstellplätze  eingerichtet werden. Auch an den weiterführenden Schulen sind die heutigen Abstellplätze völlig unzureichend, denn gerade bei den Schülern (und Eltern) sollte das Umdenken frühzeitig erfolgen. Wir hätten schon viel erreicht, wenn die meisten Schüler bewusst nicht mehr mit dem PKW zur Schule kommen, sondern gerne mit dem eigenen Rad.

PräsentationRAD-AG2020-Version25-06-2020.pdf

Fast alle in Werl sind Autofahrer und Radfahrer. Lassen Sie uns versuchen, immer häufiger die kürzeren Strecken mit dem Rad zu fahren. Die Umwelt, das Klima und unsere Gesundheit werden es uns danken.