Winterzeit Gefahrenzeit?

Dieter Riewe - 18.01.2014

Betriebsausschuss: Januar 2011

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
durch den heftigen Wintereinbruch sind die Mängel in der Organisation des Räumdienstes in der Stadt Werl in aller Deutlichkeit zu Tage getreten. Nachdem in den ersten Tagen sämtliche Streusalzvorräte aufgebraucht wurden, konnte die Verkehrssicherheit in großen Teilen der Stadt nicht mehr gewährleistet werden. Gehwege und Straßen verwandelten sich in äußerst tückische Rutschbahnen Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer wurden aufs Höchste gefährdet. Obwohl alle Anlieger, wie in der Satzung der Stadt Werl gefordert, zum Räumen der Verkehrswege verpflichtet sind, blieben viele Gehwege mit Eis und Schnee bedeckt. Hier besteht unbedingt Handlungsbedarf. Bürgerinnen und Bürger müssen für dieses Thema sensibilisiert werden.

Allerdings sollte die Stadt, welche ihren Einwohnern eine Räumpflicht verordnet, selbst mit gutem Beispiel voran gehen. Während die Fahrradwege aus den Ortsteilen in die Stadt, überwiegend als Schulweg genutzt, vorbildlich geräumt wurden, blieben andere Verkehrswege sich selbst überlassen. Negativbeispiele am Langenwiedenweg , in der Fußgängerzone, auf dem Marktplatz, an der Erbsälzerstraße und auf anderen Gehwegen in städtischer Räumpflicht sind reichlich vorhanden. Auch hier war ein gefahrloses Passieren nicht möglich. Auswärtige Besuche schüttelten voller Unverständnis die Köpfe und fragten:

“ Was ist denn bei euch los? Habt ihr keinen Winterdienst?“
All diese Mängel erfordern einen sofortigen Strategiewechsel bei der Stadtverwaltung und dem KBW. Ein Streusalzmangel kann nur bedingt als Entschuldigung vorgebracht werden. Wenn Lieferverträge nicht eingehalten werden, müssen wie in der übrigen Wirtschaft, Konventionalstrafen von den Salzlieferanten eingefordert werden. Außerdem kann eine rechtzeitige Räumung der Verkehrswege den Salzverbrauch deutlich reduzieren.

Die Bürgergemeinschaft hat sich seinerzeit mit großem Engagement dafür eingesetzt den KBW in seiner jetzigen Form zu erhalten, um für die Bewohner dieser Stadt den bestmöglichen Service sicherzustellen. Wir glauben auch weiterhin an die Leistungsfähigkeit des KBW und erwarten von der Verwaltung der Stadt und der Betriebsführung des KBW eine konstruktive Zusammenarbeit zur Lösung der Winterprobleme. Schilder am Ortseingang der Stadt mit der Aufschrift: “ Vorsicht hier wird nicht gestreut. Es besteht Gefahr für Leib und Leben“, wären die Alternative.

Heinz Albrecht,
Sachkundiger Bürger